Das Thema ist anscheinend immer aktuell. Es wird oft danach gesucht, mein Beitrag dazu wird sehr oft gelesen. Im Bekanntenkreis hört man immer wieder mal, leider meist unüberlegte, Kommentare dazu. Und Katha will in ihrem Kommentar zu Statistik mal Anders wissen, wie ich mittlerweile darüber denke.
Meine Gedanken dazu haben sich nicht grundlegend verändert. Eher sind aus gewissen Tendenzen jetzt Gewissheiten geworden.
„zu jung“ oder „zu alt“ gibt es nicht. Denn man muss ja dann sofort die Frage stellen „wofür zu jung“ oder „wofür zu alt“.
Und dieses „Alter“ lässt sich nicht am biologischen Alter festmachen. Sondern an der Reife eines Menschen. Was hat er schon erlebt? Welche Erfahrungen hat er schon gemacht? Und hat er sich mit diesen Erfahrungen und deren Wirkungen auf ihn selbst auch auseinander gesetzt?
Doch auch einen Menschen kann man dann nicht generell als reif oder unreif bezeichnen. Denn dieses „Alter“ ist sehr von der jeweiligen Situation abhängig.
Und etwas konkreter auf mich und meine Liebste bezogen: der Altersunterschied von um die 9 Jahre ist absolut kein Problem. Wir sind Beide in manchen Dingen Reif, in manchen Unreif. Und wir verstehen es Beide sehr gut, da aufeinander ein- und zuzugehen. Es macht einfach so richtig Spaß sich kennen zu lernen, sich zu öffnen und fallen zu lassen.
Wir haben Beide in unserem Umfeld Menschen die damit nicht so gut umgehen können – was wohl ein Zeichen von Unreife ist. Das Interessante daran: sie sollten es, wenn man es am biologischen Alter festmacht, wirklich Besser wissen. So schließt sich der Kreis…
Meine Liebste hat dazu mal gemeint, von Reife spricht man doch sonst nur bei Früchten. Und was sie dann in meinen Augen für eine Frucht wäre. Und „reif oder unreif“?
Ich konnte darauf nur sagen: keine Ahnung, denn ich seh Dich nicht so.
Filed under: Alltägliches und Bemerkenswertes | 2 Comments
Tags: Alter
Statistik mal Anders…
Statistiken können ja todlangweilig sein. Die von meinem Blog find ich jedoch oft sehr bemerkenswert. So weiß ich z.B., dass der Artikel über das Alter (Das Alter – zu jung ein Problem) der mit Abstand meistgelesene Artikel ist. Er wird fast doppelt so oft aufgerufen wie der Zweitplazierte. Auch bei den Suchbegriffen, mit denen mein Blog gefunden wird, sind „zu jung“, „jung geschätzt“, „beziehung mit äterem mann“ oder „beziehung mit jüngerer frau“ und „zu jung für beziehung“ ziemlich häufig. Anscheinend ein Thema, das viele Menschen beschäftigt.
Überhaupt sind die Suchbegriffe schon sehr bemerkenswert. Von direkter Suche (hutti wordpress), über Musiktitel und Bandnamen zu ziemlich kuriosen Begriffen. Wie z.B. „knackersemmel“. Also hey, ich mag Knackersemmeln mit Allem. Aber wer sucht danach im Internet?
Und dann Suchbegriffe, bei denen ich nicht kapiere wie man damit auf meine Seite kommen kann. Die, für mich, erstaunlichsten: „partypeople.hu“, „interessant machen für jungs“ und „alte säcke suchen junge burschen“…
Nachtrag: hab gerade bei Google mal „Knackersemmel“ eingegeben – mein Beitrag auf Platz 1 der Suchergebnisse… wow, vielleicht sollte ich öfter über Essen schreiben
Filed under: Alltägliches und Bemerkenswertes | 3 Comments
Tags: Statistik, Suchbegriffe
heute Morgen
heute Morgen
Aufwachen.
Dein ruhiger Atem neben mir.
Dein liebliches Gesicht.
Aufstehen.
Der Lärm des Weckers neben mir.
Dein verschlafenes Gesicht.
Aufbrechen.
Der Klang des Autoradios um mich rum.
Und in Gedanken noch immer Dein Gesicht.
Filed under: Gedichte | 2 Comments
Tags: Gedichte, Gefühle, SMS-Lyrik
Immer mehr und mehr…
Heute war ich mal wieder in einem großen Regensburger Einkaufszentrum. Es gibt mehrere. Eins davon versuche ich völlig zu meiden. Das, in dem ich heute war, ist wenigstens schon „Alteingesessen“ und gehört irgendwie zur Stadt.
Das Erstgenannte meide ich, weil nach der Eröffnung viele der kleinen Läden in der Altstadt Pleite gegangen sind. Vor allem kleine Läden von Leuten, die irgendwie aus Leidenschaft gearbeitet haben. Und eben gerade so viel, dass sie schön davon Leben konnten. So konnte es auch mehrere Läden mit ähnlichen Artikeln geben – man hat sich gegenseitig nicht wirklich Konkurrenz gemacht, sondern eben damit gelebt.
Dagegen stehen dann die großen Ketten. Die am liebsten alle potentiellen Kunden in ihren eigenen Filialen sehen. Und für die sogar der kleine Tante-Emma-Laden an der Ecke noch unliebsame Konkurrenz darstellt, die man mit allen Mitteln bekämpfen muss.
Und dabei ist mir die „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll eingefallen:
„In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick. Und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick.
Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach einer Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.
„Sie werden heute einen guten Fang machen.“
Kopfschütteln des Fischers.
„Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.“
Kopfnicken des Fischers.
„Sie werden also nicht ausfahren?“
Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit.
„Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?“
Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. „Ich fühle mich phantastisch.“
Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: „Aber warum fahren Sie dann nicht aus?“
Die Antwort kommt prompt und knapp. „Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.“
„War der Fang gut?“
„Er war so gut, dass ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen…“ Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.
„Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug“, sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern. „Rauchen Sie eine von meinen?“
„Ja, danke.“
Zigaretten werden in die Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.
„Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen“, sagt er, „aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen – stellen Sie sich das mal vor.“
Der Fischer nickt.
„Sie würden“, fährt der Tourist fort, „nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren – wissen Sie, was geschehen würde?“
Der Fischer schüttelt den Kopf.
„Sie würden sich spätestens in einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten und dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen – eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden…“, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, „Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisungen geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann…“, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.
Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. „Und dann“, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.
Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat.
„Was dann?“ fragt er leise.
„Dann“, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, „dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“
„Aber das tu’ ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“
Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.“
Und ich hoffe, dass zumindest einige der kleinen Läden und Handwerksbetriebe hier in Regensburg noch durch diese Mentalität am Leben bleiben. Und einige von denen, die immer mehr und mehr wollen, mal kurz Zeit haben um Böll zu lesen. Und darüber nachzudenken.
Filed under: Alltägliches und Bemerkenswertes | 3 Comments
Tags: Böll, Regensburg
Fotos – ich auf Weltreise :-)
Filed under: Fotos | Leave a Comment
Tags: Fotos, Hongkong, Neuseeland, Reisen
„Wiedereingliederung“… hört sich ein wenig krass an. Schließlich war ich nur ein paar Wochen auf Reisen. Und nicht im Knast. Aber so ganz ohne Spuren verläuft so eine Reise nicht. Und es hat schon ein wenig gedauert, bis ich wieder richtig hier war. Oder bin ich es noch immer nicht? Bzw. was heißt „hier sein“? Und „sein“?
Bevor es jetzt zu philosophisch wird, lieber mal ein paar Sachen die komisch waren:
- Die Menschen. Und der Umgang. In den ersten Tagen habe ich hier jeden gegrüßt und angelächelt. Im Gegenzug wurde ich meist ignoriert, z.T. mitleidig belächelt, und nur ganz selten kam ein kurzes Gespräch zustande. Inzwischen hab ich es aufgegeben bzw. mich wieder angepasst…
- Das Wetter. Es war bei weitem nicht immer schön in Neuseeland (auf den Cooks dafür schon fast immer). Aber trotzdem nicht so nasskalt und z.T. winterlich wie hier. Und vor allem, nicht so extrem unterschiedlich. Heute z.B. morgens noch um die 3 Grad. Gegen Mittag dann 19 und Sonne. Jetzt wieder eiskalt. Morgen soll es Regnen. Am Sonntag soll es bis zu 21 Grad warm werden, und am Montag dann Gewitter – irgendwie verrückt, oder?
- Die Freiheit… klar ist man auch hier irgendwie frei. Zumindest freier als in vielen anderen Ländern. Aber der Alltag und die Pflichten holen einen schneller ein als man denkt.
- Das Schreiben. Seit ich wieder hier bin, hab ich eine Schreibblockade. Als wäre meine Kreativität noch irgendwo unterwegs. Oder als hätte ich sie auf Rarotonga neben der Hängematte vergessen…
- Mein Gesundheitszustand. Seit ich zurück bin, bin ich irgendwie durchgehend krank. Mal mehr, mal weniger.
Es gibt aber natürlich auch Sachen, die ich an meiner Heimat vermisst habe. Viele Menschen die mir nahe stehen. Das Essen – vor allem richtiges, gutes Brot. Mein bequemes Bett, meine eigene Dusche und meine eigenen vier Wände.
Das Fernweh lässt sich aber gerade bei jeder Kleinigkeit auslösen. Sei es ein Foto von meiner Reise, ein Bericht über Weltreisende oder ferne Länder, Telefonate mit Leuten die gerade auf Reisen waren oder kurz vor der Abreise stehen… sofort geht das Träumen los (von Patagonien, Island, Irland, Wales, Schottland oder einfach nur wieder nach Spanien – hauptsache weg). Und ich hoffe, dass mir die Träume nie verloren gehen.
Filed under: Alltägliches und Bemerkenswertes | 4 Comments
Tags: Reisen, Wiedereingliederung
Fotos – Cook Islands / Rarotonga
Filed under: Fotos | 5 Comments
Tags: Cook Islands, Fotos, Rarotonga, Reisen
Fotos – Neuseeland Nordinsel
Filed under: Fotos | Leave a Comment
Tags: Fotos, Neuseeland, Reisen
Fotos – Neuseeland Südinsel
Filed under: Fotos | Leave a Comment
Tags: Fotos, Neuseeland, Reisen
Neueste Beiträge
Kategorien
- Allgemeines (1)
- Alltägliches und Bemerkenswertes (26)
- Alter (2)
- Audi (2)
- Autos (2)
- Christkindlmarkt (1)
- Cook Islands (1)
- Damals (2)
- DAV (1)
- Fotos (9)
- Gedichte (2)
- Gefühle (8)
- Hongkong (3)
- Impro-Blog (3)
- Jahresrückblick (2)
- Klettern (2)
- Kletterzentrum Regensburg (1)
- Musik (8)
- Nürnberg (1)
- Neuseeland (8)
- Nicht kategorisiert (1)
- Regensburg (4)
- Reiseberichte (5)
- Reisen (13)
- Rezensionen (3)
- Silvester (3)
- Spanien (5)
- StudiVZ (2)
- Supergau (5)
- Typ (1)
- Weihnachten (4)
- Zeitgeschehen (1)



