Mauerfall
18 Jahre seit dem Mauerfall. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch daran erinnern. An die Bilder im Fernsehen, jubelnde Menschen, hupende Trabis und Leute die auf die Dächer klopfen. Menschen die auf der Mauer sitzen. Und hab sofort wieder “Freiheit” von Westernhagen im Ohr.
Was aber komisch ist: ich kenne bisher nur Berlin, Dresden und Plauen. Obwohl es so viele interessante Ziele gäbe. Tolle Städte, schöne Landschaften, gute Klettergebiete, nette Menschen die ich mal besuchen könnte. In den “neuen” Bundesländern… warum sagt man das immer noch? “Neu”. Wer würde ein 18 Jahre altes Auto schon “neu” nennen? Aber was dann? Der “Osten” ist ja auch nicht besser. Wobei ich, spätestens seit Bush, das Wort “Osten” schöner finde als “Westen”.
Also irgendwie ist es heute, 18 Jahre später, noch immer nicht normal. Denn wenn man sich Gedanken machen muss, wie man etwas nennen darf, kann oder soll, ist es absolut noch nichts alltägliches, normales. Schon seltsam irgendwie…
Und jetzt mal sehen ob Tilo und Katha hier Kommentare dazu abgeben, Eure Meinung und Gedanken dazu interessieren mich sehr! Und Katha: die Einladung für den Besuch im “Westen” steht. Tilo, Du kannst natürlich auch jederzeit kommen!
Filed under: Zeitgeschehen |
One Response to “Mauerfall”
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Ich bin vor Tilo hier!!!
nach einem verherrenden Krieg nicht einfach so weg zu machen sind. Aber ich bin der Meinung das viele dieser Leute, die sich vielleicht auch vorurteilhaft gegen den jeweiligen anderen deutschen Part äußern, nicht über ihren Tellerrand hinausschauen und sogar vielleicht noch nie eine Stadt oder ähnliches im Gegenpart besucht haben.
Ja, was soll ich zum Mauerfall sagen. I am made in DDR, aber ich hab nicht sonderlich viel aktiv mitgekriegt von dem ganzen Drumherum. Ich bin eher ein Kind des “Wiederzusammenwachsens”.
Ich glaube, es wird weiterhin viele Menschen geben die sagen: “Aber im Westen war/ist…” oder “Im Osten war/ist…”, weil 40 Jahre unterschiedliche Entwicklung (politisch, wirtschaftlich…
Eine Sache die mich wirklich stört ist, das Jugendliche die jünger sind als ich (Bananen- und Milkaschokoladenesser…), also Menschen die die DDR höchstens noch als Fötus miterlebt haben, von der DDR reden als hätten sie sie Jahre miterlebt. Allerdings basiert ihr “Wissen” und häufig ihre Vorurteile auf Erfahrungsberichten ihres Umkreises. Wie kann so ein Deutschland (gerade mit Heranwachsenden) zusammen wachsen, wenn es immer noch diesen Ost-West-Gedanken mit sich herumschleppt.
Und übrigens ich fahr nicht nur in den Westen oder Osten, sondern auch in den Norden und Süden.