Musik - Die Ärzte und Mando Diao
Musik ist meine große Leidenschaft. Und heut zum Feierabend hab ich mir zwei neue CDs gegönnt.
Die Ärzte - Jazz ist anders
Mando Diao - Never Seen The Light Of Day
Die Ärzte haben mal wieder (man denke nur an die Herrenhandtasche!) eine geniale Verpackung: ein Pizzakarton im Mini-Format. Darin zu finden die CD (sieht aus wie ne Pizza - und ich hab jetzt hunger!), das Booklet und der Code für den Download einer 3-Track-EP von der Ärzte-Homepage. Den Download habe ich mittlerweile vier oder fünf mal gestartet, er bricht immer wieder ab und ist quälend langsam. Aber man muss dazu sagen dass die Homepage-Macher auch darauf hinweisen, dass die Server wohl etwas überfordert sind.
Das Besondere am neuen Album ist noch, dass sie (zum zweiten Mal in der Bandgeschichte) keinen Produzenten hatten, sondern alles selbst gemacht haben. Sogar die Fotos im Booklet. Nur ein paar Toningenieure waren bei den Aufnahme-Sessions wohl dabei.
Aber zum Wesentlichen: der Musik! Tja, ein typisches Ärzte-Album. Einige Melodien kommen einem doch bekannt vor. Zwischendurch wird aber auch schön mit verschiedenen Stilrichtungen experimentiert. Die Texte sind mal banal, mal genial - und decken die Themenbereiche ab die zu erwarten waren (Liebe, das Leben genießen, Vampire…). Bis auf den Titel “Tu das nicht” - eine Satire auf die “Raubkopierer sind Verbrecher”-Kampagne? Oder doch ein wenig ernst gemeint (siehe den Hinweis auf der Download-Homepage der EP: “bitte share sie nicht oder biete sie auf (logischerweise illegalen) Downloadplattformen an”)?
Das ist alles nicht schlecht, ein paar Songs könnten auch tatsächlich im Ohr bleiben. Aber wirklich spektakulär ist es auch nicht. Ich hoffe es ist nur das Luftholen vor dem nächsten großen Album… und bis es so weit ist höre ich Rock’n'Roll Realschule und Farins Soloalben.
Bei Mando Diao springt einem beim Entnehmen der CD sofort ein Name ins Auge: Björn Olsson. Nur nicht leicht spöttisch wie noch bei “Ode To Ochrasy” (This album could be produced by Björn Olsson), sondern diesmal “this album was produced by Björn Olsson”. Da hat die Zusammenarbeit diesmal doch geklappt, nur was bringt uns das? Mein Fazit nach dem ersten Reinhören: nicht viel…
Ich habe “Bring ‘em in” geliebt, endlich wieder Rock’n'Roll, ein ungeschliffener, roher Diamant. Dann kam “Hurricane Bar” - nicht mehr so direkt und rotzig wie das Debut, sondern ausgefeilter, runder - ein würdiger Nachfolger. Für “Ode To Ochrasy” konnte ich mich schon nicht mehr so begeistern, hat in mir einfach nichts mehr ausgelöst. Und jetzt “Never Seen The Light Of Day” - von Album zu Album weniger Rock.
Aber: man erkennt jetzt schön langsam, dass sie hin wollen zu einem anderen Sound. Das neue Album ist mit dem Debut nicht mehr vergleichbar - wenn man es doch tut, wird man unweigerlich enttäuscht. Wenn man sich aber auf den neuen Sound einlässt, macht es doch wieder richtig Spaß.
Fazit: gibt es noch nicht, ich muss mich da noch einhören. Heute ein Urteil zu fällen wäre unfair (und würde ungefähr so ausfallen: wäre besser gewesen, wenn das Album nie das Tageslicht gesehen hätte…).
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2 Responses to “Musik - Die Ärzte und Mando Diao”
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HEy Markus,
muss sagen, du hast es echt drauf, Kritiken zu verfassen! Mando Diao werde ich mir also wohl erstmal nicht kaufen.
Die Ärzte liegen hier schon irgendwo rum und ich hab nur noch nicht reinhören können.
Aber nach der “Bring ‘em in” werde ich mal Ausschau halten wenn sie so gut sein soll.
Bis die Tage!
Hi Tilo,
also man kann sie sich schon anhören, es ist kein schlechtes Album. ABER eher weniger Rock, mehr richtig guter Pop… kommt also wirklich drauf an was Du erwartest.
Die “Bring ‘em in” ist genial - absolute Kaufempfehlung.
Markus