Inspiriert durch Mayla mache ich mir gerade Gedanken über Weihnachten.

Was bedeutet das Fest für mich?
Schwierig. Irgendwie releativ wenig. Also ich habe es die letzten Jahre einerseits genossen, bewusst Zeit im Kreis der Familie zu verbringen. Andererseits hab ich es auch gehasst.
Den 24. haben E und ich immer in trauter Zweisamkeit in Regensburg verbracht. Was Besonderes - oder manchmal auch Traditionelles - gekocht. In der Nacht dann sogar in die Kirche - hat ja doch was festliches an so einem Tag. 1. Feiertag dann bei meiner Familie, 2. bei ihrer - oder umgekehrt.
Ja, das ist ungefähr so spießig wie es sich anhört… furchtbar wie eingefahren vieles ist. Oder sollte man es, in diesem Zusammenhang, eher Tradition oder Ritual nennen?

Dieses Jahr wird es mal komplett anders. Das erste Mal, dass ich niemanden meiner Familie sehen werde. Ich fliege am 19.12. mit Freunden nach Spanien. Costa Blanca. Ferienhaus. Mietwagen. Am 01.01. geht es wieder zurück nach Deutschland.
Hat sich so ergeben. F’s Vater hat dort ein Ferienhaus, dadurch wird es recht günstig.
Und sollte noch jemand Lust haben: es sind derzeit noch 5 Betten frei - Abholung von den Flughäfen Valencia oder Alicante wäre kein Problem. Einfach Mail an mich bei Interesse.

In erster Linie freu ich mich drauf. Werd die Kletterschuhe mitnehmen und an den Felsblöcken am Strand bouldern. Mit meiner Kamera auf Streiftour gehen. Viel lesen (Neuseeland-Reiseführer, Also Sprach Zarathustra…) und noch mehr schreiben. Mit F und M philosophieren. Meine rudimentären Spanischkenntnisse ein wenig aufpolieren…
An Weihnachten und Silvester toll essen gehen. Und an Silvester ein Lagerfeuer am Strand - zumindest bis die Polizei kommt ;-)
In zweiter Linie könnte es auch komisch werden. Niemand aus der Familie (die ja aber auch immer sehr anstrengend ist an solchen Tagen). Vermutlich keine weihnachtliche Stimmung - zumindest kann ich es mir mit Sonne und Strand nicht vorstellen (bei Nebel und Regen kommt aber auch keine Stimmung auf, und wie oft haben wir schon Schnee an Weihnachten…).
Und ich habe sowieso jedes Jahr Probleme in weihnachtliche Stimmung zu kommen. So ein wenig kommt es durch, wenn ich auf nem schönen Christkindl-Markt bin. Derer gibt es in Regensburg ja drei - den traditionellen am Neupfarrplatz, den Lukrezia-Markt (alternativer Kunsthandwerker-Markt) und den bei der Fürstin im Schloss. Ich muss leider zugeben, dass der im Schloss der stimmungsvollste ist - aber aufgrund der politischen und ethischen Einstellung der Fürstin hab ich immer ein leicht schlechtes Gewissen wenn ich dort Geld ausgebe.

Und jetzt fällt mir gerade auf, wie unstrukturiert dieser Eintrag geworden ist. Aber so sieht es momentan bei mir aus - leicht verwirrt und viel zu viele Gedanken…



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