Januar:
Mit großen Plänen ins neue Jahr gestartet. Und sicherlich auch mit ein wenig “Angst” vor den anstehenden Veränderungen. Da wusste ich noch nicht, dass alles anders kommen wird. Und dass ich tatsächlich Grund zur Sorge hatte.
Februar:
Termin auf dem Standesamt, und der Hochzeitstermin mit E wurde festgemacht: am 27.07. sollte es sein. Mischung aus Vorfreude und Panik. Bei mir und offenbar noch viel mehr bei E - nur leider hat sie nicht mit mir darüber gesprochen.
Am 16.02. fliegt sie nach Peru. Der Abschied fällt mir leicht, ihr nicht. Ich hab wohl nicht kapiert, dass es ein Abschied für immer sein wird. Und sie hat es wohl schon geahnt.
März:
Ende März der “Supergau”. E hat sich in einen Peruaner verliebt. Mich betrogen. Eine Welt bricht zusammen. Das Leben ändert sich - von einem Tag auf den Anderen. Alle Pläne nur noch Schall und Rauch. Den Rest des Monats verbringe ich wie unter Schock.
April:
Mein 30.er Geburstag. Eine Feier mit vielen “Freunden” - einige davon waren wohl nur da um die “Sensation” aus erster Hand zu hören und zu sehen, wie ich damit umgehe. Geier. Verdammte Aasgeier. Mittlerweile sind die Nummern gelöscht, ist schließlich das Jahr der Veränderungen.
Aber auch die Erkenntnis wer meine wahren Freunde sind. Einige kannte ich, bei einigen war ich überrascht.
Und der Anfang einer Reihe von Veränderungen. Ich schreibe endlich wieder. Und merke dabei wie sehr ich es vermisst hatte. Bin noch ziemlich eingerostet, aber es macht trotzdem Spaß. Mein Leid fließt als Tinte auf die Seiten - wie Blut aus einer Wunde. Es reicht noch nicht für Songs. Aber vielleicht kommt auch das wieder.
Und ich flirte wieder, oder versuche es zumindest - auch das ist ganz schön eingerostet. Kein Wunder wenn man 9 Jahre fast nur Augen für E(ine) hatte.
Und den Flug nach Peru gecancelt. Aber das ist nur aufgeschoben, den Traum “Südamerika” werde ich mir noch erfüllen.
Die Anmeldung bei www.liebesschmerzen.de war auch im April. Eine gute Entscheidung. Hab dort viele tolle Leute kennen gelernt. Mir wurde viel geholfen. Und ich konnte vielen helfen und Mut machen. Durch meine Geschichte und meinen Umgang damit. Wurde von allen Seiten für meine Stärke und meine Tapferkeit bewundert - nur ich konnte mich nicht bewundern. Suchte die Fehler alle bei mir, ertrank fast in Selbstzweifeln. Gemerkt haben das die Wenigsten, und erzählt habe ich es niemandem. Nur keine Schwäche zeigen. Niemanden belasten. Freunde und Familie machen sich sowieso schon zu viele Sorgen.
Gleichzeitig erste Versuche mein “neues Leben” auf die Reihe zu bekommen. Der Umgang mit der Einsamkeit. Alleine in Cafés und ins Kino gehen. Erinnerungen aus der Wohnung verbannen. Trotz der vielen Gedanken im Kopf in der Arbeit meinen Mann stehen.
L getroffen - die mir ein wenig den Kopf verdreht hat. Wurde nie was draus - zum Glück, wäre viel zu früh gewesen - aber hat gut getan.
Einstieg ins Projektteam des DAV-Kletterzentrums Regensburg. Und Mitgliedschaft im Fitness-Studio - wohl mit das Typischste was man nach einer Trennung macht ![]()
Erste Planungen für Neuseeland.
Mai:
Gleich der 1. Mai war ein wichtiger Tag: während ich im Kaisergebirge ohne Sicherung durch einen Klettersteig bin - ein sehr Leichter, also nicht wirklich ein Risiko eingegangen - hat E die ersten Sachen aus der Wohnung geholt.
Der Auszug sollte sich aber noch über Monate hinziehen - erst im November hab ich ihr die letzten Kisten gebracht. Sie hielt es nicht für nötig sich darum zu kümmern. Und noch heute finde ich manchmal Sachen. Aber solange es sich dabei nicht um persönliche Erinnerungen handelt landen sie sofort im Müll.
Offizielle Absage der Hochzeit - dazu braucht es nämlich leider die Unterschrift beider Seiten.
Hab mit dem traditionellen Bogenschießen angefangen - ein schöner Sport.
Mein bester Freund trennt sich von seiner langjährigen Partnerin - 2007 scheint unter keinem guten Stern zu stehen.
Mal das Golfen getestet. Naja, ganz interessant. Aber die Leute sind irgendwie nichts für mich… vielleicht in ein paar Jahren… Und vom Jahresbeitrag kann ich mir ca. 100 CDs kaufen - man muss Prioritäten setzen ![]()
S kennen gelernt - war von Anfang an von ihr begeistert…
Ansonsten viele Partys, lange Nächte, zu viel Alkohol und Zigaretten (nach 30 Jahren ohne Zigaretten…). Totales Gefühlschaos.
Juni:
Das Gefühlschaos geht weiter. Gedankenkarussell, Gefühlsachterbahn, wie auf dem Rummel. Nur Spaß macht es keinen.
Aber auch angefangen, das Single-Leben zu genießen. Nicht mehr nur Ablenkung zu suchen, sondern auch mal das Allein-Sein zu ertragen. Ja nicht nur zu ertragen, sondern auszukosten. Hatte das ja lange nicht mehr. Es ist eine Umstellung, aber auch schön.
Dann wieder krasse Rückfälle. Sehr realistische Träume von E, beim Aufwachen das Gefühl sie wäre neben mir…
Verstärkter Kontakt zu S.
D in Köln besucht - geniales Wochenende!
Meine ersten Pfeile selbst gebaut. Und mein erstes Bogenturnier - Sonnwendturnier in Brand. Bin sogar auf mehreren Bildern in der Fotogalerie zu sehen. Das Ergebnis - wir zu erwarten - ein ehrenvoller letzter Platz ![]()
Auch für mich persönlich hat das Wochenende viel gebracht. Habe einen großen Schritt bei der Selbstfindung gemacht. Und die Freiheit in den Bergen total genossen.
Auf der Heimfahrt von Brand dann viele SMS mit S. Am 26. haben wir uns dann auf dem Tollwood-Festival getroffen. Und es hat voll der Blitz eingeschlagen - ein wunderbares Gefühl.
Juli:
Hochzeit von Freunden. Wunderschöne Tage mit S. China-Reise mit D. In China eine Sehnsucht nach S wie ich sie schon lange nach niemandem mehr empfunden habe.
Doch die Woche meiner Rückkehr aus China sollte leider auch der Anfang vom Ende sein. Sie krank im Bett, ich voller Gedanken an die Hochzeit und dadurch wieder voll von Selbstzweifeln. Und zu viele Dinge, die nicht ausgesprochen wurden. Und wiederum andere Dinge, die ausgesprochen wurden…
August:
Trennung. Die Zweite in diesem Jahr. Und die Erkenntnis, dass ich Alles bei weitem noch nicht so gut verarbeitet hatte wie ich dachte.
Aber die Zeit mit S war sehr wichtig für mich. Und die Erfahrung, dass sich Gefühle von 0 auf 100 und von 100 auf 0 in ein paar Wochen entwickeln können war interessant und erschreckend zugleich. Wobei 100 auf 0 nicht der Wahrheit entsprochen hat. Aber manchmal klappt das Verdrängen doch ganz gut.
Wasserskifahren ausprobiert - ganz lustig, aber nicht mein Sport.
Ein wenig Annäherung an N - kenne sie schon seit 1998. Optisch eine absolute Traumfrau. Charakter kann ich schlecht beurteilen, dazu kennen wir uns dann doch zu wenig. Und es sollte auch nicht dazu kommen, dass wir uns näher kennen lernen. Ich weiß bis heute nicht warum, aber ich bin mir sicher dass es seinen Grund hatte. Alles im Leben hat einen Sinn, wenn wir ihn auch oft nicht sehen oder sehen wollen.
Meine Leidenschaft für Sauna entdeckt - tut wirklich total gut.
Die HongKong-Neuseeland-CookIslands - Reise gebucht.
September:
Die Herbstmeisterschaft in meinem Bogenverein gewonnen - leider nur deswegen, weil ich der einzige Schütze in meiner Bogenklasse war ![]()
Probefahrt mit dem Seat Leon FR 2.0 TDI. 170 PS, 235 km/h - hat einfach Spaß gemacht. Aber mein Auto wird es nicht: dazu hat es zu wenig Kofferraum - brauche ja Platz für Kletterausrüstung, Bogen, Pfeile…
Mich mal getraut eine völlig Unbekannte anzusprechen und geflirtet. Mit ihr - K - habe ich noch heute Kontakt, da hat sich ne nette Bekanntschaft entwickelt.
Und die Erkenntnis, dass man es einfach versuchen muss. Vielleicht wird nichts daraus, mit viel Glück eine gute Freundschaft oder wenigstens Bekanntschaft. Und mit noch mehr Glück könnte es ja auch “die Richtige” sein.
Mitte des Monats dann ein absoluter Rückfall. Keine Lust auf gar nichts. Stimmungstief, Antriebslosigkeit, oft Krank… eine harte Zeit.
Oktober:
Die Antriebslosigkeit geht weiter. Und vieles was ich verdrängt habe, kommt durch. Oder aber schlummert unter der Oberfläche, ist spürbar, aber kommt eben nicht durch. Obwohl ich es möchte.
Einem Freund einen großen Gefallen getan und einen EDV-Auftrag in Frankfurt angenommen. Einer der größten Fehler des Jahres. Ich hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl bei der Sache. Künftig werde ich wieder auf mein Gefühl hören.
Die Erkenntnis, dass eine Beziehung derzeit nicht das Richtige wäre, festigt sich. Und der Vorsatz “keine Frauen mehr in 2007″ erwacht. Nicht, dass ich ab jetzt mit verschlossenen Augen durch die Gegend laufen werde. Aber es ist wichtiger, dass ich mich selbst finde, als dass ich jemand anderen finde.
Mitte des Monats dann ein Durchbruch: die Antriebslosigkeit ist größtenteils besiegt. Arbeit und Freizeit machen wieder Spaß. Es geht aufwärts. Sogar steil bergauf. Und ich kann endlich wieder Gefühle zulassen.
Konzert von “The Musical Box” in München - wie immer richtig gut.
November:
Wohl der wichtigste Monat des Jahres. E die letzten Sachen - die seit Ewigkeiten im Keller standen - gebracht und ein gutes Gespräch gehabt. Und seitdem keinen Rückfall mehr gehabt, bin seitdem wirklich drüber weg und widme mich voll und ganz mir selbst.
Hätte viele Dates haben können, wollte aber nicht. Und je mehr ich mir denke: ich will nicht - um so mehr Kontakt habe ich zu Frauen. Ganz von alleine, ohne aktiv zu werden. Verrückte Welt.
Spanien-Urlaub mit F geplant.
Dezember:
Ein paar Dates. Der Urlaub. Ein toller Monat. Das wohl wichtigste Jahr in meinem Leben ist vorbei. Und auch wieder nicht. Es hat mich geprägt. Einen anderen Menschen aus mir gemacht. In solch intensiven Zeiten entwickelt man sich am stärksten weiter. Es war ein intensives Jahr. Ich habe intensiv gelitten und intensiv gelebt.
Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und musste damit zurecht kommen. Und nach einigem Straucheln, nach vielen Höhen und Tiefen, habe ich das auch geschafft. Habe mich allem gestellt, dem Schmerz, den Verletzungen, meiner Vergangenheit, meinen Schwächen und bin gestärkt daraus hervor gegangen. Mittlerweile bin ich E und A dankbar. Nicht für die harte Zeit. Sondern dafür, dass ich jetzt die Chance auf eine völlig andere Zukunft habe. Eine Chance, die ich mit E nicht mal gesucht hätte. Trotz aller Unzufriedenheit.
Ich fühl mich als Single pudelwohl. Genieße das Allein-Sein und sehe es nicht mehr als Einsamkeit. Ich denke das sind die besten Voraussetzungen dafür, sich wieder auf einen anderen Menschen einlassen zu können. Mal sehen wann ich die Angst vor erneuten Verletzungen überwinden werde. Bzw. wann eine Frau es schafft diese “Mauer” zu überwinden. Vielleicht 2008, vielleicht auch nicht. Ist mir derzeit auch völlig egal. Es wird kommen, wie es kommen soll. Alles hat seinen Sinn.
Ich freue mich auf 2008! Ich habe das Gefühl, dass es “mein Jahr” wird - was auch immer das am Ende bedeuten wird.
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Ich durfte das vergangene Jahr ebenfalls viele Höhen und Tiefen durchleben, allerdings nicht auf liebestechnischer Ebene. Nee, halt mal - zum Ende des Jahres…, aber nicht derartige Tiefen.
2007: Ich glaube das wichtigste Jahr für mich-bis jetzt! (Bin ja auch noch nicht so alt wie Hutti :-))Einige Momente möchte ich gerne nochmal erleben und andere dafür nur in meiner Erinnerung behalten (aber nicht streichen!) Ich habe sehr wichtige Menschen gewonnen und einige verloren. Ich habe tolle Erfahrungen gemacht, die nicht alle positiv waren. Und ich habe eine Phase überwunden, die mich eingeschränkt hat.
2008: Keine Ahnung was mich erwarten wird?! Anfang 2007 war klar, Abi steht vor der Tür und die damit verbundene Ungewissheit.
We will see… Am Ende des Jahres bin ich schlauer!
Mir ist doch was eingefallen, was mich 2008 erwarten wird. Im Juni kommt eine sehr gute Freundin aus Kanada wieder! *freu* Scheußliche Familienfeiern. *kotz*
Alles andere ist aber mehr oder weniger ungeplant. (glaub ich jedenfalls)