Angst
ANGST
Ein kleines Wort, nur fünf Buchstaben. Und doch so mächtig. Und so widersprüchlich. Angst.
Was ist das erste Gefühl, wenn ihr dieses Wort hört? Vermutlich irgendwas Negatives. Dabei kann Angst etwas sehr Positives sein. Die natürliche Angst schützt einen davor, sich unnötigen Gefahren auszusetzen. Angst kann Leben retten.
Angst hat aber auch die Macht, Leben zu zerstören. Sie kann einen davon abhalten zu Leben. Immer dann, wenn man unnötig Angst hat. Sich von seinen Ängsten leiten lässt. Sich versklaven lässt.
Ich stelle mich gerade meinen Ängsten, eine sehr interessante und intensive Erfahrung. Ich nehme alles sehr bewusst wahr und lerne gerade wieder viel über mich. Ich merke genau, was meine Ängste bezwecken wollen. Sie wollen mich dazu bringen, den vermeintlich leichteren Weg zu gehen. Mein Herz legt mir Steine in den Weg, um sich nicht öffnen zu müssen. Sich nicht verletzbar zu machen.
Doch was wäre der Preis dafür? Der Verzicht auf die Chance, glücklich zu werden. Und jemanden glücklich zu machen.
Der Preis wäre also viel zu hoch, denn was gibt es lohnenswerteres als glückliche Momente? Tja, mein Herz, ich muss Dich enttäuschen - Du schaffst es nicht, mich von meinem Weg abzubringen. Ich werde ihn gehen, Schritt für Schritt. Egal wohin er mich führen wird. Egal wie beschwerlich er vielleicht manchmal sein wird. Und der Punkt wird kommen, an dem mein Herz merken wird, dass es der richtige Weg ist. Bald, sehr bald…
Filed under: Alltägliches und Bemerkenswertes, Gefühle |
9 Responses to “Angst”
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Angst ist etwas was uns nicht besiegen darf und sollte!!!
Ganz genau!
Noch zwei Nachträge:
1. Anscheinend liegt da was in der Luft. Auf jeden Fall haben drei(!) Personen aus meinem näheren Umfeld gerade sehr mit Ängsten zu kämpfen. Das finde ich schon bemerkenswert.
2. Meine eigenen Ängste habe ich sehr gut im Griff. Und M war heute wieder sowas von hinreißend… das bestärkt mich auf meinem Weg!
Jetzt gerade packt mich mal wieder die Prüfungsangst…
Angst zu versagen!
(K… enttäusch uns nicht!)
Ich hab keine Angst…. ich hab PANIK….
Aber naja … heute war ich beim Prof wegen meiner Zulassungsarbeit… Wenigstens das scheint halbwegs angstfrei zu funktionieren.
*seufz*
Ach Mädels, keine Panik!
Katha, Du hast doch bisher alles im Studium super gemeistert.
Und Mayla:
Das mit der Zulassungsarbeit ist ja schon mal gut. Anscheinend findet Dein Prof das Thema schon mal besser als Dein Dad.
Es wird schon! Und was Mr. Big Dir im Blog geschrieben hat, hört sich doch einfach nur toll an.
Aber: ich versteh Euch ja auch. Kenne es ja selber wie es ist, wenn einen die Ängste immer wieder einholen. Der Kopf einem sagt: hör mit dem quatsch auf! Aber sich trotzdem kein lockeres Gefühl einstellen will…
Wobei ich es sehr gut im Griff habe. Im Moment zumindest.
Wenn ich an die von mir durchlebten Ängste denke, war rückblickend die Situation vor der ich Angst hatte immer maximal halb so schlimm wie ich befürchtet hatte. Daraus habe ich gelernt, das die Angst dich begleiten darf, dich warnen, aber sie darf dich nicht lähmen bzw. zum Hinderniss werden.
Vielleicht schaffe ich es ja sogar mich in den nächsten Jahren, meiner letzten großen Angst zu stellen (der Angst vor großen Höhen). Mich reizt nämlich das Klettern in den Bergen (ist das nicht sogar eines Deiner Hobbies, lieber Hutti?)
Grüße aus FFM
Pierre
Ja, Klettern ist eins meiner Hobbies. Und es eignet sich wunderbar, um Angst vor Höhe zu überwinden. Da Du nicht so direkt mit der Höhe konfrontiert bist. Du siehst ja immer nur den Quadratmeter Fels, der direkt vor Deiner Nase ist.
Und im Toprope und Nachstieg ist man so gut gesichert, dass ein “Sturz” im Grunde nicht mehr ist, als wenn man sich auf einen Stuhl setzen würde - das gibt sehr viel Sicherheit.
nur ganz kurz mal:
was pierre sagt, kann ich nur bestätigen. es ist schon krass, dass die “angst” uns vorgaukelt, dass eine situation kaum zu meistern ist. die angst vor einer situation ist meist schlimmer als die situation selbst!
und markus, zu deinem eintrag:
“Tja, mein Herz, ich muss Dich enttäuschen - Du schaffst es nicht, mich von meinem Weg abzubringen. Ich werde ihn gehen, Schritt für Schritt.”
wenn du meinst, dass du die ängste überwunden hast, kommen immer wieder “leichte wege” daher und die angst vor den schwierigen wegen baut sich wieder auf. auch nach sehr langer zeit noch! das ist leider meine erfahrung…
(ich glaube wir sind uns was diese angst betrifft recht ähnlich)
Ja, man neigt dazu den - auf den ersten Blick - leichteren Weg zu wählen.
Aber wenn ich weiß was ich will, dann gehe ich ganz bewusst den schwierigen Weg.
Das ist wie in den Bergen. Egal ob beim Wandern, Bergsteigen oder Klettern: die größte Zufriedenheit findet man, wenn man den schwierigsten Weg gemeistert hat.