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Westkueste und Nordostkueste
Mittlerweile sind wir bis in Blenheim.
Ueber Greymouth, Karamea, Westport, Pahora, Takaka, Motueka.
Weitere Stichwoerter: Golden Bay und Abel Tasman Nationalpark.
Zwischen Karamea und Westport haben wir wild gecampt. War genial. Direkt an einer Steilkueste, unter uns das Meer. Ueber uns ein absolut beeindruckender Sternenhimmel.
Einziges Problem: Sandflies - die Plage der Westkueste. Kleine Fliegen, die richtig beissen und Blut saugen. Und schrecklich juckende Wunden hinterlassen. Authan etc. hilft gar nichts. Anscheinend denken sie sich dann nur: hm, lecker, Hutti heute mit Zitronengeschmack - und werden erst recht verrueckt nach mir. Auf jedenfall seh ich stellenweise aus, als haette ich die Beulenpest.
Hier in Blenheim sind wir auf einem furchtbaren Campingplatz: direkt durch fuehren der Highway No. 1 und eine Bahnbruecke. Dank der Ohrenstoepsel kann ich aber zumindest ein bisschen schlafen.
Und heute Nacht duerfte es kein Problem sein: heute hatten wir eine Weintour gebucht. Sechs Weingueter besichtig, jeweils mit Probe. Ja, ein wenig angeheitert bin ich schon.
Morgen geht es nach Kaikoura, am Sonntag dann dort zum Wale beobachten. Nachmittag Rueckfahrt nach Picton. Und am Montag geht die Faehre in Richtung Nordinsel - damit ist dann auch schon die Halbzeit erreicht.
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Mr. Whippy
Doonerstagabend. Irgendwo an der Nordostkueste der Suedinsel Neuseelands.
Ich muss ueber der Lektuere von “Fear and loathing in Las Vegas” eingeschlafen sein. Hoere “Sticks & Stones” von den Babyshambles. Doch auf einmal wird es von einer anderen Melodie ueberlagert. Einer bekannten Melodie, die so gar nicht passen will. Ja, jetzt hab ichs: der Vogelhaendler. Irgendwie daemmert mir, dass da was nicht stimmen kann. Und als ich die Augen oeffne steht vor mir “Mr. Whippy” - ein Eishaendler… kurzzeitig zweifle ich an meinem Verstand. Aber er ist real. Der Fahrer nickt mir zu, hebt den Daumen und langsam verschwindet Mr. Whippy aus meinem Blickfeld. Mit ihm verklingt auch der Vogelhaendler und die Babyshambles sind wieder da. War es ein Traum? War es Wirklichkeit? Wozu Drogen, wenn das Leben auch ohne solche Momente bereit haelt?
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Abel Tasman Nationalpark
Der Abel Tasman Nationalpark soll einer der schoensten in Neuseeland sein. Laut meinem Reisefuehrer “es wechseln sich beeindruckende Strecken durch den Regenwald und wunderschoene Buchten ab”. Das mit den Buchten hat auf jeden Fall gestimmt. Schon die Erste war so wunderschoen, dass wir dort drei Stunden geblieben sind. Ich wollte unbedingt schwimmen. Mein Begleiter lesen. Tja, warum immer das tun was im Reisefuehrer steht ![]()
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Hongkong und Neuseeland
Hallo und liebe Gruesse aus Franz Josef,
ja, so heisst ein Ort hier, direkt an einem Gletscher.
Aber der Reihe nach:
Flug von Muenchen nach Hongkong war o.k., Transfer zum Hotel etc. super organisiert.
Hongkong ist wirklich eine faszinierene Stadt. Trotz der Groesse (7 Millionen) irgendwie ueberschaubar. Und sehr sauber. Die Skyline ist - vor allem in der Nacht - ein Traum. Das einzig nervige sind die vielen Typen, die einem gefaelschte Rolex verkaufen wollen…
Am zweiten Abend haben wir entdeckt, dass gleich hinter unserem Hotel ein Kneipenviertel anfaengt. Tja, mit dem Plan frueh ins Bett zu gehen wurde es dann nichts
Der Weiterflug nach Auckland war klasse. Air New Zealand ist wirklich eine Empfehlung wert. An jedem Platz ein Monitor, diverse Videos, Fernsehserien, CDs, sogar (sehr simple) Spiele. Da kann man sich die 11 Stunden ganz gut beschaeftigen.
In Auckland dann ja sofort Weiterflug nach Christchurch. Dort haben wir in einem Motel uebernachtet und am 19. in der Frueh unseren Camper bekommen.
Wir haben dann noch ein Navi gemietet… tja, bloede Idee. Braucht man hier wirklich nicht. Das Geld kann man sich sparen.
Zu den einzelnen Zielen schreibe ich jetzt mal nichts. Aber ein paar Stichworte zum Googeln:
Mount Cook, Dunedin, Otago Peninsula, Catlins, Nugget Point, Slope Point, Te Anau, Milford Sounds, Franz Josef Gletscher, Fox Gletscher
Wir sind schon ueber 2000 km gefahren. Auf meist sehr einsamen Strassen. Die Bruecken sind hier meist einspurig - und das reicht voellig, man muss so gut wie nie warten.
Das tolle an diesem Land sind die Weite und die Natur. Wenn man in den Fjorden ist, oder an einem Gletscher steht - die hier bis in den Regenwald reichen. Und dann ca. 1 Stunde durch den Regenwald faehrt um an einem einsamen Strand zu landen. Mit meterhoher Brandung und voll von Treibholz. Grosse Stuecke die aussehen wie die Knochen der Tiere aus einer laengst vergangenen Zeit. Dann fuehlt man sich so richtig klein. Im Vergleich zur Vergangenheit und Groesse dieser Natur, ist ein Menschenleben doch gar nichts. Sondern ungefaehr so viel wie meine Fussspuren im Sand, die von der naechsten Welle wieder verwischt werden.
Und gleichzeitig fuehlt man sich hier richtig frei. Keine Ablenkung durch Medien. Keine grellen Attraktionen (ausser in Queenstown, aber da waren wir schnell wieder weg). Pure Natur. Und nette, aufgeschlossene Menschen.
Tja, die Schattenseiten haben wir auch schon erlebt. Ca. 20 Stunden monsunartiker Regen. Und dabei mussten wir feststellen, dass das Zeltdach des Vans nicht ganz dicht ist. Also haben wir letzte Nacht zu zweit unten geschlafen - ging ganz gut. Aber heute ist bisher - entgegen alles Vorhersagen - wieder gutes Wetter. Wir bleiben hier noch eine Nacht, morgen geht es dann wieder “on the road”.
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Heute geht es los…
Heute Abend geht es los. So gegen 17 Uhr wird mein Taxi (danke, Papa!) hier sein. Dann meinen Reisepartner abholen und ab nach München.
Um kurz nach 21 Uhr startet dann der Flug nach Hongkong.
Die Gefühle sind total gemischt. Teilweise kann ich es noch immer nicht glauben, dass ich Heuteabend fliege. Teilweise freue ich mich auf die Reise. Aber im Vordergrund steht im Moment absolut die Traurigkeit, und ein wenig auch die Angst.
Der Abschied von M vor ca. 30 Minuten war schön und schlimm zugleich. Schön, weil wir Beide gemerkt haben wie wichtig wir uns sind. Wie viel und dieses “uns” bedeutet. Wie sehr wir uns auf den Augenblick freuen, an dem wir Beide wieder in Regensburg sein werden und uns wieder sehen. Ich bin auch schon sehr gespannt wie das wird. Ob die Vertrautheit sofort wieder da sein wird. Oder ob wir uns erst wieder beschnuppern, langsam annähern müssen. Aber egal wie es wird, es wird schön werden. Wie alles mit M.
Schlimm, weil es sich gerade einfach furchtbar anfühlt. Dieser bittersüße Schmerz. Leichter Schwindel, Übelkeit, ein komischer Klumpen im Magen. Als sie zur Tür raus ist, bin ich erstmal gegen selbige gesackt und konnte nur noch “scheiße, scheiße, scheiße…” sagen. Dann ein letzter Blick auf sie, als sie mit dem Roller davongebraust ist. Alles hat sich gekrampft.
M, ich vermiss Dich schon jetzt wie verrückt!
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Nur noch drei Tage bis zum Abflug - und es fühl sich trotzdem noch so weit weg an. Kann es noch gar nicht glauben, dass ich dann einige Wochen weg sein werde.
Und im Moment passiert noch so viel. Die Audi-Überlegungen sind so konkret geworden, dass ich ihn heute bestellt habe. Was auch daran liegt, dass ich meinen Toyota am Freitag verkauft habe. Derzeit also zu Fuß, mit meinem Radl oder Kiwi - dem Roller von M - unterwegs.
War auf jeden Fall irgendwie witzig, mit dem Fahrrad ins Audizentrum Regensburg zu fahren um ein Auto zu bestellen. Kommt wohl auch nicht jeden Tag vor
Das Wochenende mit M war wunderschön. Und größtenteils konnten wir die bevorstehende “Trennung” ausblenden und einfach die gemeinsame Zeit genießen. Ängste habe ich gerade keine. Sondern ganz viel Zuversicht, dass es nach diesen Wochen noch Besser und Schöner sein wird. Es fühlt sich so richtig an.
Wobei manchmal die Gedanken an meine Vergangenheit durchkommen. Da war ja jede räumliche Trennung eine mittlere Katastrophe - bis zum “bitteren Ende”. Aber das ist Vergangenheit. Und das was ich gerade mit M erlebe, ist mit nichts vergleichbar, was bisher in meinem Leben passiert ist.
Also freue ich mich auf die Reise. Auf das neue Auto. Und in erster Linie auf den Moment, wenn auch M wieder ankommt und ich sie in meinen Armen halten darf.
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Mit Dir geht es mir schöner!
Ein Satz von M. , den sie am Wochenende zu mir gesagt hat, geht mir nicht mehr aus dem Kopf:
“Mir ging es auch ohne Dich gut. Aber mit Dir geht es mir… schöner.”
Ich hatte befürchtet, es kommt “besser” - und das hätte ich komisch gefunden, nicht annehmen können. Aber nein, sie hat genau das Richtige gesagt… seufz…
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Von Gestern auf Heute hatte ich einen Audi A3 Sportback zur Probefahrt. Mit S-Line Ausstattung und dem 2.0 TDI mit 125 kW / 170 PS.
Den Motor kannte ich ja schon aus dem Seat Leon. Aber im Audi macht er gleich noch mehr Spaß. Durch die bessere Dämmung hört man ihn im Stand fast nicht. Und wenn man Gas gibt ist er richtig “knurrend” - ein Traum.
Das Auto ist super. Tolle Verarbeitung, perfekte Ergonomie. Alles sitzt da wo man es erwartet und die Bedienung ist praktisch selbsterklärend.
Der Durchzug ist beeindruckend. Die Straßenlage auch. Allerdings wird das Sportfahrwerk bei Geschwindigkeiten ab 180 ein wenig unbequem - da gibt es Unebenheiten schon sehr direkt weiter. Dafür ist es auf kurvigen Landstraßen perfekt.
Tja, wenn da nur der Preis nicht wäre… bzw. der schlechte Wiederverkaufswert meines Toyotas. Aber irgendwann muss man wohl in den sauren Apfel beißen…
Und das Beste an der Probefahrt war der Abend in Passau mit M. Traumhaft schön!
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Angst
ANGST
Ein kleines Wort, nur fünf Buchstaben. Und doch so mächtig. Und so widersprüchlich. Angst.
Was ist das erste Gefühl, wenn ihr dieses Wort hört? Vermutlich irgendwas Negatives. Dabei kann Angst etwas sehr Positives sein. Die natürliche Angst schützt einen davor, sich unnötigen Gefahren auszusetzen. Angst kann Leben retten.
Angst hat aber auch die Macht, Leben zu zerstören. Sie kann einen davon abhalten zu Leben. Immer dann, wenn man unnötig Angst hat. Sich von seinen Ängsten leiten lässt. Sich versklaven lässt.
Ich stelle mich gerade meinen Ängsten, eine sehr interessante und intensive Erfahrung. Ich nehme alles sehr bewusst wahr und lerne gerade wieder viel über mich. Ich merke genau, was meine Ängste bezwecken wollen. Sie wollen mich dazu bringen, den vermeintlich leichteren Weg zu gehen. Mein Herz legt mir Steine in den Weg, um sich nicht öffnen zu müssen. Sich nicht verletzbar zu machen.
Doch was wäre der Preis dafür? Der Verzicht auf die Chance, glücklich zu werden. Und jemanden glücklich zu machen.
Der Preis wäre also viel zu hoch, denn was gibt es lohnenswerteres als glückliche Momente? Tja, mein Herz, ich muss Dich enttäuschen - Du schaffst es nicht, mich von meinem Weg abzubringen. Ich werde ihn gehen, Schritt für Schritt. Egal wohin er mich führen wird. Egal wie beschwerlich er vielleicht manchmal sein wird. Und der Punkt wird kommen, an dem mein Herz merken wird, dass es der richtige Weg ist. Bald, sehr bald…
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Musik - neues Album von SLUT
Die Ingolstädter Band SLUT hat ein neues Album raus gebracht: StillNo1
Und sie sind natürlich auch auf Tour. Am 14.03. in Regensburg (Kulturspeicher). Sie sind ne tolle Liveband. Ich finde es sehr schade, dass ich nicht dabei sein kann… (für Pierre: 10. März in Frankfurt, Mousonturm - erzähl mir wie es war
).
Hab das neue Album noch nicht. Aber eine Rezension wird irgendwann noch kommen… allerdings wohl erst nach Neuseeland, hab im Moment kein Geld für CDs.
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